In den 1980er-Jahren hatten Spielkonsolen keinen Platz für Aufnahmen von Instrumenten. Stattdessen steckte ein kleiner Soundchip im Gerät, der die Töne selbst erzeugte – aus ganz einfachen Wellenformen. Weil die Konsolen mit 8-Bit-Prozessoren arbeiteten, spricht man heute von 8-Bit-Musik oder Chiptune.

Rechteck (Puls)

Hell und scharf – für Melodien. Die Pulsbreite verändert die Klangfarbe: schmal klingt dünn und näselnd, breit voller.

Dreieck

Weich und rund – meistens der Bass.

Rauschen

Ohne Tonhöhe – für Schlagzeug, Explosionen und Wind.

Wenige Kanäle

Das NES hatte fünf Kanäle (zwei Rechteck, ein Dreieck, ein Rauschen, einer für kurze Samples), der Game Boy vier.

Die graue NES-Konsole mit Controller
Das NES Nintendo Entertainment System, in Europa ab 1986Foto: Evan-Amos, gemeinfrei
Ein grauer Game Boy
Der Game Boy ab 1989, mit vier TonkanälenFoto: Evan-Amos, gemeinfrei
Eine grüne Platine mit schwarzen Chips
Der Chip im Inneren Unten der RP2A03: Prozessor und Tonerzeugung in einemFamicom-Platine · Foto: Darklanlan, CC0
Oszilloskop mit Dreieck- und Rechteckwelle
Wellenformen sichtbar Ein Oszilloskop zeigt oben ein Dreieck, unten ein RechteckFoto: Xato, CC0

Die Chip-Werkstatt

Hier spielt das Dorf-Thema so, wie ein alter Soundchip es könnte – auf vier Kanälen. Schalte Kanäle aus und an, und ändere die Pulsbreite. Achte auf Puls 2: Weil ein Kanal nur einen Ton zur Zeit spielen kann, werden die Akkorde als sehr schnelles Arpeggio gespielt.