In den 1980er-Jahren hatten Spielkonsolen keinen Platz für Aufnahmen von Instrumenten. Stattdessen steckte ein kleiner Soundchip im Gerät, der die Töne selbst erzeugte – aus ganz einfachen Wellenformen. Weil die Konsolen mit 8-Bit-Prozessoren arbeiteten, spricht man heute von 8-Bit-Musik oder Chiptune.
Rechteck (Puls)
Hell und scharf – für Melodien. Die Pulsbreite verändert die Klangfarbe: schmal klingt dünn und näselnd, breit voller.
Dreieck
Weich und rund – meistens der Bass.
Rauschen
Ohne Tonhöhe – für Schlagzeug, Explosionen und Wind.
Wenige Kanäle
Das NES hatte fünf Kanäle (zwei Rechteck, ein Dreieck, ein Rauschen, einer für kurze Samples), der Game Boy vier.




Die Chip-Werkstatt
Hier spielt das Dorf-Thema so, wie ein alter Soundchip es könnte – auf vier Kanälen. Schalte Kanäle aus und an, und ändere die Pulsbreite. Achte auf Puls 2: Weil ein Kanal nur einen Ton zur Zeit spielen kann, werden die Akkorde als sehr schnelles Arpeggio gespielt.